Knallpatronen oder Vogelschreck

Knallpatronen gehören zur Feuerwerksklasse II (je nach Aufbau manchmal auch IV) und werden auch als Vogelschreck oder Pyroknall bezeichnet. Es handelt sich bei ihnen um pyrotechnische Munition mit Kaliber 15mm. Sie werden meist mit einer Schreckschusswaffe abgeschossen und zeigen lediglich einen Geräuscheffekt, einen lauten Knall, der ihnen zu ihrem Namen verhalf. Knallpatronen, die darüber hinaus einen Lichteffekt in Form von Aufstiegseffekten in verschiedenen Farben wie rot, grün, weiß oder gold zeigen, nennt man Leuchtspur-Knallpatronen.

Wie der Name schon vermuten lässt, werden Knallpatronen vor allem in der Landwirtschaft und an Flughäfen verwendet, um unerwünschte Tiere zu vertreiben. Auch bei Großfeuerwerken werden sie wegen ihres Knalleffektes gern eingesetzt.

Rechtlich gesehen fallen Knallpatronen der Klasse II unter das Waffenrecht und dürfen nur mit einem entsprechenden Eintrag im Munitionserwerbsscheinverwendet werden. Die zu Silvester häufige Verwendung von Knallpatronen, auch ohne Schusswaffe, ist eine Straftat. Für Großfeuerwerke werden meist Knallpatronen der Klasse IV verwendet und fallen damit unter das Sprengstoffgesetzt. Demnach dürfen sie nur im Beistz eines eines Erlaubnisscheins (Erwerb) oder eines Befähigungsscheins (Verwendung) gekauft und benutzt werden.