Bühnenfeuerwerk

Allgemein werden als Bühnenfeuerwerk alle Feuerwerkskörper bezeichnet, die einen geringen Sicherheitsabstand benötigen, raucharm oder sogar rauchfrei abbrennen und daher in unmittelbarer Nähe zu Personen gezündet werden dürfen. Sie dürfen beim Abbrennen keine stark gesundheitsschädlichen Stoffe freisetzen. Rechtlich gesehen gehören sie in die Gruppe der Technischen Feuerwerke.

Feuerwerke, die auf Bühnen eingesetzt werden sollen, sind in Deutschland zulassungspflichtig und werden von der BAM geprüft. Abhängig von seiner Gefährlichkeit werden solche Feuerwerkskörper in die Klasse I oder II eingeteilt und es wird ein ganz bestimmter Sicherheitsabstand für die Verwendung definiert.

Bei den Bühnenfeuerwerken unterscheidet man eine große Vielzahl verschiedener Feuerwerke mit unterschiedlichen Effekten:

Bühnenfontänen

Bühnenfontänen sind Feuerwerke, die Fontänen aus Funkenstrahlen einer bestimmten Höhe und Dauer erzeugen. Sie sind meist silber oder gold, brennen zwischen einer halben Sekunde und einer halben Minute und erreichen eine Höhe von bis zu 8 Metern.

Eisfontänen

Eisfontänen werden auch als Traumstern bezeichnet. Man kennt sie meist als Dekoration einer Torte oder eines Desserts, denen sie auch ihren Namen verdanken. Sie verbrennen meist mit silbernen Funken.

Flammensäulen und Flammenprojektoren

Mit Hilfe von Flammenprojektoren werden schmale und relativ hohe Stichflammen erzeugt, die meist gelb brennen, jedoch je nach Farbgebern auch andere Farben annehmen können.

Seilraketen

Seilraketen bewegen sich mit einer bestimmten Geschwindigkeit entlang einer Schnur und werden daher der Gruppe der Schnurfeuerwerke zugerechnet, die eine jahrhundertelange Tradition aufweist. Meist sind es Bühnenfontänen, die silberne Funken ausstoßen.

Weitere Formen von Bühnenfeuerwerken

Je nach Form und Effekten der Feuerwerke unterscheidet man außerdem Bühnenfeuertöpfe, Bühnenvulkane, Bühnenwasserfälle, Bühnenkometen, Bühnenknall und Funkenblitze.