Bengalisches Feuer oder Bengalfeuer

Bengalische Feuer sind den meisten Menschen vor allem von Großveranstaltungen wie Fußballspielen bekannt. Man nennt sie auch Bengalfeuer, Bengalische Flamme, Bengalisches Licht oder kurz Bengalo. Man bezeichnet mit diesem Begriff einen pyrotechnischen Effekt, der sich durch einen sehr hellen Lichtschein und eine starke Rauchentwicklung auszeichnet.

Meist werden Bengalische Feuer in Form von Fackeln benutzt und zum Teil mit Rauchsätzen kombiniert. Sie werden besonders für Barockfeuerwerke und Lichterbilder benutzt. Im Privatgebrauch sieht man sie neben dem Fußballstadion auch in Skisprungstadien sowie bei Freiluftkonzerten. In der Seefahrt werden sier auch als Signalmittel verwendet.

Bengalfeuer sind nicht ungefährlich, da bei ihrer Entzündung neben anderen Stoffen Magnesium verbrannt und dadurch eine extrem heiße Flamme von Temperaturen zwischen 1600 °C und 2500 °C erzeugt wird. Eine solche Wärmeentwicklung kann sogar zu Verbrennungen führen, wenn die Flamme nicht direkt mit dem Körper in Berührung kommt. Die Gefahr wird zusätzlich noch durch den Umstand erhöht, dass die Flamme während der Brenndauer nicht gelöscht werden kann und auch die Reste des ausgebrannten Behälters nach der Verwendung noch so heiß sind, dass sie gefährliche Verbrennungen hervorrufen können. Auch der entstehende Rauch ist gesundheitlich bedenklich und sollte nicht eingeatmet werden.

In Deutschland sind der Kauf und die Verwendung von Bengalfeuern zugelassen, jedoch müssen die verwendeten Produkte von der BAM zugelassen sein und eine entsprechende Nummer tragen. Der Benutzer muss außerdem über eine entsprechende Berechtigung verfügen. Wegen der hohen Gefahr, die von ihnen ausgeht, gehen der Fußball-Weltverband (FIFA) und der Europäischer Fußball-Verband (UEFA) rigoros gegen Bengalische Feuer vor und bestrafen die missbräuchliche Benutzung streng.